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ZEITGEIST auf lithium | |
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12
September
Darwins Rottweiler
Bei Spiegel-online wurde ein wunderschönes Interview mit Richard Dawkins veröffentlicht. Ein bekennender Atheist. Ich find vor allem seine Vergleiche sehr schön. Die christliche Messe in Amerika gleicht einem Reichsparteitag, sagt er. Weiterhin hält er Religion für eine Form mentalen Kindesmissbrauchs. Cool. Sehr schön auch wie er die Standardausrede der Katholiken wegwischt:
Dawkins: Unsere heutige Ethik haben wir doch gar nicht aus der Bibel. Unsere Werte - Gleichberechtigung zum Beispiel oder das Verbot von Sklaverei und Folter - haben der Schrift nichts zu verdanken. Sie sind entstanden in einem liberalen Konsens, den wir mit allen Menschen teilen, die wir zivilisiert nennen. Wenn wir unsere Ethik wirklich aus der heiligen Schrift bezögen, wäre die Welt ein entsetzlicher Ort. Wie das Afghanistan unter den Taliban. SPIEGEL: Was ist mit der Bergpredigt? Dawkins: Auf die beziehen Sie sich nur, weil die Bergpredigt mit Ihrem modernen liberalen Konsens übereinstimmt, während das 5. Buch Mose dies nicht tut - es sagt uns nämlich, dass wir Fremdgängerinnen zu Tode steinigen sollen. SPIEGEL: Jeder pickt sich also das aus der Bibel heraus, was ihm passt? Dawkins: Genau. Wir würden uns wahrscheinlich schnell darauf einigen können, dass "Du sollst nicht töten" ein gutes Gebot ist, "Du sollst dir kein Bildnis von mir machen" hingegen ein ziemlich dämliches. Weiter so, wir brauchen mehr solche Menschen, die gegen Dogmatisierung und Indoktrinierung vorgehen. Von mir ein Daumen hoch.
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